Frieden in der akademischen Welt 

Sensibilisierung für die formale Friedenserziehung

ÜBER

Bei YPAN setzen wir uns leidenschaftlich für den Frieden in der nicht-formalen Bildung ein. Aber auch in der formalen Bildung - der akademischen Bildung - ist der Frieden sehr präsent. 

Mit dieser "Peace in Academia"-Seite möchten wir das Bewusstsein für formale Friedenserziehung schärfen, insbesondere dafür, dass wir im YPAN und in der Umgebung großartige Köpfe auf diesem Gebiet haben.

Diese Thesensammlung ist nur ein Teil unserer Quellen zu Friedensdilemmata, dem Stand von Frieden und Menschenrechten und dem Engagement junger Menschen an der Basis.

Maria sagt: "Ich wende kritische Theorien zur Machtpolitik an, um die Machtdynamik zwischen dem marokkanischen Regime und der breiteren saharauischen Gruppe zu analysieren. Ich stelle die Forschungsfrage: Wie beeinflusst die marokkanische Besatzung den saharauischen Widerstand im Westsahara-Konflikt? Diese Arbeit konzentriert sich insbesondere auf die Entwicklung von gewaltsamem zu gewaltfreiem Widerstand."

Schlüsselwörter: Westsahara; Konflikttransformation; Gewaltfreier Widerstand; Besatzung; Kritische Theorie

Lisa stellt ihre Dissertation vor: "Unter Verwendung der Grounded-Theory-Methode untersucht die Studie das konzeptionelle Potenzial der Entwicklung eines auf visuellen Künsten basierenden Ansatzes zur Friedensmediation auf der Grundlage empirischer Erfahrungen in den Bereichen Mediation, Graphic Recording und Kunsttherapie. Die auf visuellen Künsten basierende Mediation wird als ein Ansatz zur Friedensmediation herausgearbeitet, der die Nutzung visueller Kunst während des gesamten Mediationsprozesses beinhaltet, um die identifizierten Lücken in Praxis und Theorie zu schließen. Während die mögliche Rolle des visuellen Kunstschaffens in Mediationsprozessen skizziert wird, bleiben die konkreten Phasen und Grade seines Einsatzes im Mediationsraum dem Ermessen des umfassend ausgebildeten (in visuellem Kunstschaffen und Konflikttransformation) Mediators überlassen."

Schlüsselwörter: Bildende Kunst, Friedensmediation, Konflikttransformation

Nevena über ihre Dissertation: "In dieser Arbeit wird die Rolle von Dialogprojekten im Versöhnungsprozess im Kosovo weiter untersucht. Sie untersucht den Fall des Youth Peace Camps (YPC), das als ein vom Europarat organisiertes Dialogprojekt betrachtet werden kann. Durch die empirische Untersuchung des Jugend-Friedenscamps versucht diese Studie, Elemente der Versöhnung zu finden, die in einem theoretischen Rahmen anerkannt werden. Diesem Rahmen zufolge kann Versöhnung als ein Raum gesehen werden, in dem sich zwei Konfliktparteien treffen, um am (Wieder-)Aufbau von Beziehungen zu arbeiten; in dem sie über die Vergangenheit sprechen und ihre Leiden und Erfahrungen teilen, an der gegenseitigen Akzeptanz ohne Hassgefühle arbeiten, die Wahrnehmung durch das Kennenlernen des "Anderen" verändern und an einer gemeinsamen, voneinander abhängigen Zukunft arbeiten. Auf der Grundlage von Umfragen und Fragebögen mit früheren Teilnehmern des YPC sowie der teilnehmenden Beobachtung und Interviews mit Teilnehmern des YPC 2018 wurden Zusammenhänge zwischen der Wirkung des YPC und der Versöhnung festgestellt."

Schlüsselwörter: Dialogprojekte, Versöhnung, Friedenskonsolidierung, Graswurzelebene der Friedenskonsolidierung, Kosovo

Zusammenfassung der These von Aino: Der Einsatz von Technologie zur Friedensförderung ist kein neues Phänomen, doch die Übernahme neuer Technologien ist nicht so schnell erfolgt wie ihre Entwicklung und Integration in unser tägliches Leben. Gleichzeitig gibt es immer mehr Forschungsergebnisse, die darauf hindeuten, dass Empathie eine Schlüsselkomponente des Friedens ist und dass mehr Empathie zum Aufbau eines länger anhaltenden und nachhaltigen Friedens führen kann. Außerdem gibt es Beweise dafür, dass verschiedene technologische Plattformen zur Förderung der Empathie eingesetzt werden können. Durch die Kombination dieser drei Interessensgebiete soll diese Arbeit den aktuellen Stand des Technologieeinsatzes in der Friedensförderung beleuchten und aufzeigen, ob Friedenstechnologien (peacetech) zur Förderung von Empathie eingesetzt werden können. Diese Studie wurde als explorative, qualitative Forschung durchgeführt, um den Einsatz von Peacetech besser zu verstehen. Die Daten für die Untersuchung wurden durch halbstrukturierte Interviews mit Friedenspraktikern gesammelt, die verschiedene Fachgebiete im Bereich der Friedensförderung repräsentierten. [expander_maker id="1″ more="Read more" less="Read less"]Die Datenanalyse wurde in einem iterativen Prozess durchgeführt, bei dem die Interviews zunächst transkribiert und dann die wichtigsten Ergebnisse induktiv identifiziert und kategorisiert wurden. Schließlich wurden die wichtigsten Ergebnisse in Bezug auf frühere Forschungen und Literatur zu den betreffenden Themen diskutiert, um eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu schlagen. Die Ergebnisse zeigen, dass der Einsatz von Technologie für die Friedensförderung trotz der fortschreitenden technologischen Entwicklung auch heute noch eher begrenzt ist. Dennoch birgt Technologie ein großes Potenzial für die Friedensförderung, das den Daten zufolge durch die weitere Integration von Technologieplattformen in die Arbeit von Friedenspraktikern freigesetzt werden sollte. Darüber hinaus wurde Empathie als eine Schlüsselkomponente des Friedens und als Grundlage für Vertrauen und gemeinsames Verständnis angesehen, die durch den Einsatz von Technologie verbessert werden kann. Das Erzählen von Geschichten wurde als ein wesentliches Instrument zur Förderung der Empathie genannt, da Geschichten es uns ermöglichen, die Welt mit den Augen eines anderen zu sehen. Zu den wichtigsten Technologien zur Förderung der Empathie gehörten soziale Medienplattformen und immersive Technologien wie die virtuelle Realität (VR).

Stichworte: Peacetech, Friedenstechnologie, Empathie, einfühlsame Technologien, Friedensförderung, Frieden. [/expander_maker]

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